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Zuverlässiger Automatikbetrieb beginnt mit einer zuverlässigen physischen Modellbahn. Diese praktischen Prüfungen vermeiden viele Probleme, die sonst wie Softwarefehler aussehen können.
Vor dem automatischen Betrieb
Prüfen Sie die Anlage zunächst mit einer Lokomotive im manuellen Betrieb. Befahren Sie jede Strecke langsam, schalten Sie jede Weiche in beide Richtungen und kontrollieren Sie, ob jeder Rückmeldekontakt an der erwarteten Stelle reagiert. Automatikbetrieb sollte erst beginnen, wenn die physische Bahn und ihre Definition in RailKernel übereinstimmen.
Die physische Modellbahn gehört zum System
Eine Route kann logisch korrekt sein und dennoch fehlschlagen, wenn eine Weiche ihre Endlage nicht erreicht, eine Lokomotive den Stromkontakt verliert oder eine Rückmeldung ausbleibt. RailKernel kann viele unerwartete Situationen erkennen und auffangen, aber keine Verkabelung, Gleise, Fahrzeuge oder mechanischen Bauteile reparieren. Betrachten Sie Modellbahn, Digitalzentralen, Netzwerk und Software als ein gemeinsames Betriebssystem.
Weichen sorgfältig prüfen
Weichen sind elektromechanische Bauteile und verdienen besondere Aufmerksamkeit. Prüfen Sie, ob die Zungen frei laufen, die Decoderadresse stimmt und die angezeigte Stellung der tatsächlichen Stellung entspricht. Kennzeichnen Sie eine Weiche in RailKernel als unzuverlässig, wenn sie mehr Zeit benötigt oder bei der Routensuche vermieden werden soll. Wiederkehrende Störungen sollten repariert und nicht dauerhaft in der Software umgangen werden.
Rückmeldekontakte sind die Augen von RailKernel
Rückmeldungen bestimmen, wo sich Züge befinden und ob Blöcke verfügbar sind. Testen Sie jeden Kontakt im Rückmelde-Monitor und prüfen Sie Digitalzentrale, Bus, Modul und Kontaktadresse. Falsche Belegungen, ausgelassene Erkennungen und instabile Zustände müssen vor dem automatischen Fahren untersucht werden.
- Ein Kontakt wird belegt, wenn der Zug in seinen Meldeabschnitt einfährt.
- Derselbe Kontakt wird wieder frei, nachdem der vollständige Zug ihn verlassen hat.
- Die Anzeige auf der Zeichenfläche stimmt mit dem Rückmelde-Monitor überein.
- Kein anderer Kontakt ändert gleichzeitig unerwartet seinen Zustand.
Gleise und Räder sauber halten
Verschmutzte Schienen und Lokräder verursachen Ruckeln, fehlende Rückmeldungen und Stopps gerade dort, wo zuverlässiges Langsamfahren wichtig ist. Reinigen Sie Gleise und Räder, bevor Sie einen sporadischen Softwarefehler vermuten. Prüfen Sie außerdem Schleifer, Haftreifen, Kupplungen und frei drehende Wagenräder.
Mit einem zuverlässigen Zug beginnen
Verwenden Sie eine Lokomotive, die bei niedriger Geschwindigkeit gleichmäßig fährt, und einen Zug mit bekannter Länge und Zusammensetzung. Kalibrieren Sie den vollständigen Zug, denn eine Lokomotive verhält sich unter Last anders. Schwierige, sehr lange oder ungewöhnliche Züge sollten erst eingesetzt werden, wenn ein einfacher Zug dieselbe Route zuverlässig absolviert hat.
Klein beginnen und schrittweise erweitern
Beginnen Sie mit einem Zug und einer kurzen, gut bekannten Route. Fügen Sie danach einen zweiten Zug hinzu und beobachten Sie Reservierungen, Weichenstellungen und Rückmeldewechsel. Ein schrittweiser Ausbau macht Konfigurationsfehler wesentlich leichter auffindbar als der sofortige Start mit dem vollständigen Fahrplan.
Betriebsmonitore sichtbar halten
Zugmonitor, Rückmelde-Monitor, Magnetartikel-Monitor und Fahrprotokoll zeigen, warum RailKernel eine Entscheidung getroffen hat. Ein zweiter Bildschirm ist hilfreich, aber bei sinnvoll angeordneten Fenstern nicht erforderlich. Speichern Sie bei einer Fehlermeldung das betreffende Protokoll und notieren Sie Zug, Route, Block und Zeitpunkt.
Projekt speichern und sichern
Speichern Sie nach geprüften Änderungen und erstellen Sie datierte Sicherungskopien, bevor Sie Blöcke neu erzeugen, Adressen ändern oder große Teile des Gleisplans bearbeiten. Betriebszustände lassen sich häufig wiederherstellen, eine Sicherung bleibt jedoch der beste Schutz vor Fehlbedienung, Hardwareausfall oder Stromunterbrechung.
Wenn etwas schiefgeht
Gehen Sie nicht sofort davon aus, dass entweder Sie oder RailKernel schuld sind. Reproduzieren Sie das Ereignis sicher, sammeln Sie Fahrprotokoll und Bildschirmfotos und beschreiben Sie die zuletzt bestätigten Rückmelde- und Magnetartikelzustände. Präzise Berichte helfen, Konfigurations-, Hardware-, Kommunikations- und Softwareprobleme zu unterscheiden.
Freude an der Modellbahn behalten
Automatisierung soll die Freude an der Modellbahn erhöhen und nicht zu einer endlosen Fehlersuche werden. Bauen Sie Vertrauen Route für Route auf, halten Sie die manuelle Steuerung verfügbar und erhöhen Sie die Komplexität erst, wenn der vorherige Schritt zuverlässig funktioniert.